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Die ersten 18 Jahre des Vereins
Am 3. Februar 1927 wird in der Gaststätte Siegmann in Ostermoordorf der Klootschießerverein „Nordstern“ Ostermoordorf gegründet. Zu dieser Grün- dungsversammlung waren ca. 25 Mann erschienen. Die in dieser Versammlung durchgeführte Vorstandswahl erfolgte durch Zuruf. Es wurden folgende Per- sonen in den Vorstand gewählt:
- 1. Vorstand Johann Rabenstein
- 2. Vorstand Christoffer Schäfer
- 1. Schrift- und Kassenführer Jürgen Ihben
- 2. Schrift- und Kassenführer Theodor Uphoff
Insgesamt ließen sich 23 Mann als Vereinsmitglied aufnehmen. Jeder, der sich als Mitglied aufnehmen ließ, hatte ein Eintrittsgeld von 0,50 Rmk zu ent- richten und musste einen Jahresbeitrag von 1,00 Rmk zahlen. Es wird ferner beschlossen, dass der Verein „Nordstern“ dazu dienen soll, den gesunden Klootschießersport zu hegen und pflegen. Um diesen Sport ordnungsgemäß durchführen zu können, musste erst eine Laufmatte und ein Sprungbrett für die Werfer angeschafft werden. Wie uns erzählt wurde, haben die Vereinsmitglie- der zusammen mit ihren Frauen die Laufmatte aus Stroh geflochten. Das Sprungbrett wurde durch ein Vereinsmitglied ebenfalls selbst gefertigt. Das Übungswerfen der Klootschießer fand so oft wie möglich statt.
Die Mitgliederzahl stieg laufend an. In der Versammlung vom 9. Oktober 1927 wurde bekannt gegeben, dass der Verein 39 Mitglieder zählte. Am Sonntag, den 23. Oktober 1927 fand zum ersten Mal ein Probewerfen der Boßler statt. Es wurden verschiedene Preiswerfen veranstaltet und an dem Kreiswander- werfen nahm der Verein ebenfalls teil.
Zum ersten Mal trifft sich der Verein „Nordstern“ am 22. Januar 1928 mit dem Verein aus Berumbur, um sich in einem friedlichen Boßelwettkampf zu messen. Der Verlierer hat dem Sieger 5,00 Rmk zu zahlen. Ein weiterer Bo- ßelwettkampf fand kurz danach gegen den Verein aus Südarle statt.
In der Versammlung am 25. März 1928 wurde beschlossen, eine Jugendgruppe zu gründen. Es ließen sich gleich 4 Jungen als Mitglied in den Verein aufneh- men.
In den Jahren 1932 bis 1936 hatten sich einige Nordsterner Werfer durch besondere Leistungen ausgezeichnet. 1937 war für den Verein „Nordstern“ wohl das Jahr, in dem die ersten Erfolge auf Kreisebene errungen wurde. Sie wurden Gruppenmeister vor den Vereinen Berumerfehn, Arle und Südarle. An dem Kreismeisterwerfen hat der Verein ebenfalls teilgenommen.
Diese hoffnungsvolle und erfolgreiche Vereinsarbeit wurde durch den 2. Welt- krieg beendet. Viele Mitglieder und erwartungsvolle Werfer kehrten nicht mehr aus der Kriegsgefangenschaft zurück.
1946 – Neugründung
Nach 6 Jahren Krieg, so steht es im Protokoll vom 2. Februar 1946, wurde der Verein im Vereinslokal von Ww. Siegmann in Ostermoordorf mit 50 Mit- gliedern neu gegründet und erhielt den alten Namen „Nordstern“ Die Neu- wahl des gesamten Vorstandes sah wie folgt aus:
- 1. Vorstand Gottfried Brökelmann
- 2. Vorstand Peter Fischer
- Schriftführer Jann Fröhlich
- Kassierer Klaas Buck
Um den Ostfriesensport wieder fortzuführen, wurden für das Kreiswanderwer- fen gleich 10 Werfer ausgesucht, die ein bis zwei Mal in der Woche zum Üben antreten mussten.
Theater Gruppe:
Nach der Neugründung des Vereins, wurde um Laufe des Jahres 1946 auch eine Theatergruppe gegründet. Diese Gruppe, die überwiegend aus 8 Personen bestand, führte nicht nur beim eigenen Verein, sondern auch bei anderen Veranstaltungen Theaterstücke auf. Somit haben die „Nordsterner“ versucht, durch die Theatergruppe auch die Frauen mit an dem Vereinsleben teilnehmen zu lassen.
20 Jahre „Nordstern“
Wie im Protokollbuch vom 11. Januar 1947 zu lesen war, hatte der Klootschie- ßerverein „Nordstern“ Ostermoordorf am 3. Februar 1947 sein 20jähriges Be- stehen. Aus diesem Anlass wurde eine Feier ver- bunden mit einem Theater- und Teeabend veranstaltet. Hierzu wurden Vereinsmitglieder aus dem Jahre 1927 als Ehrenmitglieder eingeladen.
1948 fand das Kreiswanderwerfen zum ersten Mal in Ostermoordorf statt.
In einer Gedenkfeierstunde wurde am 10 November 1961 die Gedenktafel der Gefallenen und Vermissten des Vereins durch den 1. Vorsitzenden des Ostfrie- sischen Klootschießerverbandes, Theodor Hinrichs, eingeweiht. Hierzu einge- laden waren die nächsten Angehörigen der Gefallenen und Vermissten, sowie die benachbarten Klootschießervereine.
1965 – Die Jugend
Im Jahre 1965 wurde eine Schülergruppe aufgestellt. Nach und nach fanden die Jugendlichen von Ostermoordorf und Umgebung immer mehr Interesse an dem schönen Friesenspiel. Durch persönlichen Einsatz und viel Training wur- den die Jugendlichen an den Boßelsport herangeführt. Es wurden viele Wett- kämpfe und Meisterschaften ausgetragen, bei denen die „Nordsterner“-Jugend beachtliche Plätze erreichte. Durch Neuzugängen wurde die Jugendmann- schaft noch erheblich verstärkt.
Bei dem Klootschießerverein „Nordstern“ Ostermoordorf steht die Jugendar- beit an 1. Stelle.
1971 – Damen und Vereinsregistereintragung
In der Mitgliederversammlung am 12. September 1971 wurde die erste Da- menmannschaft bei „Nordstern“ gegründet. Der erste Wettkampf wurde gegen die Mannschaft von „Fresenkraft“ Berumbur ausgetragen. Diese Begegnung endete mit einer Niederlage für die Neulinge aus Ostermoordorf. Weitere Wettkämpfe folgten und brachten für die erst seit kurzer Zeit bestehende Da- menmannschaft doch recht positive Ergebnisse.
In der Jahreshauptversammlung am 11. Dezember 1971 wurden Paula Dehne und Änne Boldt aus Damenwartinnen gewählt.
Der Klootschießerverein „Nordstern“ Ostermoordorf ließ sich 1971 ins Ver- einsregister eintragen. Die Satzungen wurden von der Versammlung am 11. Dezember 1971 anerkannt und durch Unterschriften von 7 Vereinsmitgliedern bestätigt. Somit wurde der Vereinsname wie folgt geändert:
Klootschießerverein „Nordstern“ Ostermoordorf e. V.
Besondere Ereignisse der weiteren Jahre in chronologischer Reihen- folge
1978 ging der lang ersehnte Wunsch nach einem Gerätehaus in Erfüllung und durch finanzielle Unterstützung der Gemeinde Großheide war es dem Verein möglich, das Gerätehaus zu bauen.
1982 wurde die Gruppe Frauen II (über 45 Jahre) aufgestellt. Diese Damen wurden im gleichen Jahr Kreismeister.
1983 gab es einen Führungswechsel im Verein. Erich Dehne, der den Verein 13 Jahre (1970 – 1983) vorbildlich geleitet hatte, legte sein Amt nieder und lehnte eine neue Kandidatur ab. Für den Verein war dies wohl ein unerwarte- ter Tiefschlag. Als neuer Vorsitzender wurde dann Johann Ihben gewählt, der schon in den Jahren 1963 – 1970 als Vorsitzender den Verein führte.
1986 stellte sich bei der Jahreshauptversammlung Johann Ihben aus gesund- heitlichen Gründen nicht wieder zur Wahl. Auf der Versammlung musste ein Nachfolger gesucht werden. Nach längerer Diskussion stellte Gerhard de Groot jr. Sich zur Verfügung und wurde Einstimmig gewählt. Als erste große Amtshandlung stand ihm die 60-Jahr-Feier bevor. Er meisterte diese Heraus- forderung spielend.
1987 brach das EDV-Zeitalter für „Nordstern“ an. Hermann Deten ver- schickte das erste Rundschreiben an alle Vereinsmitglieder. Die Daten aller Mitglieder wurden erfasst. Er war eine Fleißarbeit.
1988 konnte ein einheitlicher Trainingsanzug mit dem Vereinsnamen bestellt werden.
Am 4. Juni 1988 wurde die komplett überarbeitete Satzung von einer außeror- dentlichen Mitgliederversammlung einstimmig genehmigt.
1989 wurde das Geschäftsjahr geändert. Die erforderliche Jahreshauptver- sammlung fand vor dem Saisonstart statt.
1990 wurde Gerhard de Groot wieder zum 1. Vorsitzenden gewählt. Es wurden Regelungen für das Vereinspreiswerfen ausgearbeitet und von der Jahres- hauptversammlung genehmigt.
Der Maibaum wurde wie in „alten“ Zeiten mit Pferd und Wagen eingeholt.
1992 verzichtete Gerhard de Groot aus persönlichen Gründen auf die Wieder- wahl zum 1. Vorsitzenden. Der bis dahin 2. Vorsitzender Gerjet Westerbur wurde auf der Versammlung am 7. August 1992 zum 1. Vorsitzenden gewählt.
1995 war das Vereinslokal „Nordstern“ geschlossen. In einer außerordent- lichen Versammlung im „Merkur“ konnte keine Mehrheit für den Bau eines Vereinsheimes gefunden werden.
1996 wurde ein neuer Trainingsanzug mit Vereinsnamen und Werbung „Autohaus Dehne“ angeschafft.
1998 hat die Gerätegarage bei unserem Mitglied und Sponsor Reeno Dehne einen neuen Standplatz gefunden.
Die Jahreshauptversammlung fand im „Merkur“ in Großheide statt. 72 Mit- glieder waren erschienen. Es wurden Neuwahlen durchgeführt. Ein Vereins- heim soll gebaut werden. Der Vorstand wurde beauftragt entsprechende An- träge auf Zuschuss bei der Gemeinde zu stellen. Entsprechende Anträge wur- den fristgerecht eingereicht.
1999 wurde der Antrag auf Zuschuss zum Bau eines Vereinsheims abgelehnt.
Begründung: Eine Dringlichkeit wird nicht erkannt, da Ihrem Verein noch ein Vereinslokal am Ort zur Verfügung steht.
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